Generationenmodell

Generationenmodell

Aus dem Lebensphasenmodell von Franco Modigliani haben wir das „Generationenmodell“ entwickelt. Es berücksichtigt die unterschiedlichen finanziellen Bedürfnisse und Herangehensweisen von der Geburt bis zum Ruhestand. Verstehen Sie die Vorschläge und Hinweise als Denkanstöße und ziehen Sie daraus eigene Schlüsse für Ihre Planungen.

Die Nuller Generation: Das erste Jahrzehnt nach der Geburt ist dadurch geprägt, dass die Eltern für den „Unterhalt“ aufkommen. Je nach Haushaltseinkommen wird eventuell ein Sparplan für das Kind eingerichtet oder eine Ausbildungsversicherung abgeschlossen. Es wird Kapital angespart. Kaum zu glauben, welches Vermögen sich innerhalb von 20 Jahren aufbauen lässt. Wohl dem, dessen Eltern oder Großeltern dies beherzigen. Also Eltern und Großeltern! Sofort mit dem Sparen beginnen und Eure Kinder und Enkel werden es Euch danken!

Es entsteht bei einem jährlichen Sparplan von 1.200 Euro und einem durchschnittlichen Zinssatz von 4 Prozent innerhalb von 20 Jahren ein stattliches Vermögen von 37.163 Euro. Bei diesem langen Anlagehorizont von 20 Jahren sind 4 Prozent selbst in der heutigen Niedrigzinsphase eine durchaus realistische Durchschnittsrendite. Lesen Sie zur Berechnung in der vorstehenden Tabelle in der Zeile 20 und Spalte 4% den Wert ab. Dieser lautet 30,9692. Multiplizieren Sie diesen Wert mit 1.200 Euro und Sie erhalten das Ergebnis.

Die Zehner Generation: Auch in dem auf die Kindheit folgenden zweiten Lebensjahrzehnt ist man auf die finanzielle Ausstattung der Eltern angewiesen. Allenfalls werden in den ersten Lehrjahren oder mit Aushilfsjobs in den Schulferien die ersten eigenen Euros verdient. Diese dienen aber nicht dem Sparen, sondern werden meistens für persönlichen Bedürfnisse der Heranwachsenden investiert.

Die Zwanziger Generation: Zwischen zwanzig und dreißig Jahren beginnen die meisten Menschen den ersten Job ihres Lebens. Sie haben gerade Ihre Ausbildung abgeschlossen, haben erfolgreich das Studium gemeistert und beginnen die ersten Schritte im Berufsleben. Die Welt scheint noch voller interessanter und herausfordernder Möglichkeiten zu stecken. Der Optimismus und die Risikofreude sind groß. Das erste „richtige“ Geld wird verdient. Der Ex-Schüler, der Ex-Lehrling oder der Ex-Student verdient zwar ein Mehrfaches dessen, was ihm vorher zum Leben gereicht hat, aber auch die Ausgaben wachsen stürmisch an. Wichtige Lebens- und Karriereentscheidungen werden in dieser Dekade getroffen. Ehen werden geschlossen, in Weiterbildung wird investiert und die endgültige Abnabelung vom Elternhaus erfolgt. Die Bedürfnisse an die Lebensqualität und die Konsumausgaben steigen. Ein Auto muss her, Urlaubsfahrten in weit entfernte und exotische Länder sind fällig und die erste Wohnungseinrichtung wird gekauft. Je nach Erziehung und Orientierung an Eltern, sozialem Umfeld oder Freunden wird der eigene Lebensstil erprobt. Die schier unerschöpflichen Angebote unserer Konsumgesellschaft bringen es aber mit sich, dass das Einkommen oft nicht ausreicht, um Finanzreserven anzulegen. Im Gegenteil, die ersten Kreditaufnahmen zur Befriedung der Bedürfnisse sind häufig unausweichlich. Doch wer in diesen Jahren mit Geld umzugehen lernt und schon zu dieser Zeit einen goldenen Mittelweg zwischen Sparen und Konsum findet, wird es später zu was bringen.

Auszug aus dem Kapitel “Generationenmodell”. Weitere detaillierte Infos und den vollständigen Artikel in unserem ebook “Wir sind dann mal im Ruhestand”. Bei Amazon erhältlich!


 

Die auf dieser Seite vorgestellten Inhalte, Abbildungen und Empfehlungen wurden unter größter Sorgfalt zusammengestellt. Sie stellen keine Rechtsberatung dar. Die Autoren übernehmen jedoch keine Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten Informationen. Druckfehler und Falschinformationen können nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Informationen sind kein Ersatz für eine Beratung durch die entsprechenden Stellen, wie Personalabteilung, Betriebsrat, Rechtsanwalt, Steuer- und Rentenberater, und so weiter. Die Benutzung und die Umsetzung der darin enthaltenen Informationen erfolgt daher ausdrücklich auf eigenes Risiko. Haftungsansprüche gegen die Autoren für Schäden materieller oder ideeller Art, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und/oder unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen, sofern kein nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden vorliegt.